Akku

So nutzt du den Energiesparmodus, ohne auf wichtige Funktionen zu verzichten

Meta-Beschreibung: Der Android-Energiesparmodus kann eine niedrige Akkuladung länger nutzbar machen, indem er Hintergrundaktivität, visuelle Effekte, Netzwerkverhalten und Leistung einschränkt. Entscheidend ist, wann du ihn einschaltest und welche Apps du ausnimmst.

Menünamen, unterstütztes Verhalten und genaue Schritte unterscheiden sich nach Hersteller, Modell, Android-Version, Region, Anbieter und Firmware. Ein Pixel- oder anderer herstellerspezifischer Pfad unten ist ein Beispiel für diese Gerätefamilie, kein universelles Android-Verhalten; nutze die Anleitung für dein genaues Modell.

Der Energiesparmodus bringt am meisten, bevor der Akku fast leer ist. Ihn bei 8 % einzuschalten hilft zwar, doch dann ist der größte Teil der Ladung bereits verbraucht.

Sinnvoller ist ein situationsabhängiger Einsatz. Aktiviere ihn, wenn du weißt, dass Laden schwierig wird: auf einem Flug, in einer langen Besprechung, auf einer Pendelstrecke mit schwachem Empfang, während eines Tages im Freien oder immer dann, wenn das Smartphone länger durchhalten soll und eine vollkommen flüssige Bedienung weniger wichtig ist.

Android 17 ist inzwischen zunächst auf den meisten unterstützten Pixel-Smartphones verfügbar. Andere Android-Hersteller veröffentlichen ihre eigenen Versionen später. Der Energiesparmodus funktioniert im Grundsatz weiterhin gleich, aber Pixel, Samsung, Xiaomi, OnePlus und Motorola bieten unterschiedliche Bedienelemente und Optionen.

Was der Energiesparmodus verändert

Auf Pixel-Smartphones und Geräten mit weitgehend unverändertem Android schränkt der Energiesparmodus Hintergrundaktivitäten ein oder schaltet sie ab. Die Synchronisierung kann sich verzögern, visuelle Effekte werden reduziert, das dunkle Design wird aktiviert, bestimmtes Netzwerkverhalten ändert sich und Apps müssen länger warten, bevor sie im Hintergrund arbeiten dürfen.

Du aktivierst ihn unter Einstellungen > Akku > Energiesparmodus. Google erlaubt außerdem einen automatischen Zeitplan nach Akkustand. Auf Pixel-Smartphones geht der Extrem-Energiesparmodus weiter und pausiert die meisten Apps, außer denen, die du ausdrücklich zulässt.

Samsung nennt die Funktion Energiesparen. Je nach One UI-Version findest du sie meist unter Einstellungen > Akku > Energiesparen oder Einstellungen > Akku und Gerätewartung > Akku > Energiesparen. Auf vielen Modellen bietet Samsung mehr Schalter als unverändertes Android, etwa zum Abschalten des Always On Display, Begrenzen der CPU-Geschwindigkeit, Verringern der Helligkeit oder Aktivieren von Apps und Startbildschirm begrenzen für besonders starke Einsparungen.

Diese letzte Samsung-Option ist nicht dezent. Sie vereinfacht den Startbildschirm und beschränkt die verfügbaren Apps. Das ist nützlich, wenn der Akku sehr niedrig ist, nicht wenn du nur einen gewöhnlichen Nachmittag überstehen willst.

Wann du ihn einschalten solltest

Schalte den Energiesparmodus früh ein, wenn der Tagesablauf absehbar ist. Verlässt du das Haus mit 60 % und wirst acht Stunden lang kein Ladegerät sehen, sparst du deutlich mehr Energie, wenn du ihn sofort aktivierst, statt auf die Warnung bei niedrigem Akkustand zu warten.

Eine praktische Einstellung ist, den Energiesparmodus automatisch bei 25 % oder 30 % zu aktivieren und ihn an Reisetagen schon früher manuell einzuschalten. Auf Pixel findest du das unter den Zeitplan-Einstellungen des Energiesparmodus. Samsung und andere Hersteller bieten ähnliche Automatisierungen nach Akkustand, die Bezeichnungen unterscheiden sich jedoch.

Es ist kein Versagen, ihn schon bei 50 % zu nutzen. Dem Smartphone ist das egal. Je früher du die Hintergrundarbeit reduzierst, desto mehr unnötigen Verbrauch im Leerlauf vermeidest du.

Was dir auffallen wird

Viele bemerken zuerst Veränderungen bei E-Mails. Wenn deine E-Mail-App auf Hintergrundsynchronisierung angewiesen ist, können neue Nachrichten verspätet eintreffen, bis du die App öffnest. Arbeits-Chat-Apps kommen meist besser zurecht, weil sie Push-Nachrichten mit hoher Priorität verwenden, doch die Akkuvorgaben des Herstellers können trotzdem dazwischenfunken.

Widgets können veraltet wirken. Wetter-, Kalender-, Notiz-, Nachrichten- und Börsen-Widgets werden möglicherweise seltener aktualisiert. Uploads und Sicherungen können warten. Die Standorterfassung kann bei ausgeschaltetem Display seltener erfolgen.

Die Leistung kann sich etwas langsamer anfühlen. Apps brauchen eventuell länger zum Öffnen, Animationen werden reduziert und Displays mit hoher Bildwiederholrate können auf manchen Smartphones auf eine niedrigere Frequenz wechseln. Für Nachrichten, Surfen, Anrufe und Karten im Vordergrund reicht der normale Energiesparmodus meist aus. Spiele und Videobearbeitung sind eine andere Sache.

Eine aktive Navigation funktioniert weiterhin, weil die Navigations-App im Vordergrund läuft. Eingeschränkt wird vor allem der Standortzugriff im Hintergrund. Das ist wichtig, wenn du Familien-Standortfreigaben, Fitness-Tracking oder eine Liefer-App im Hintergrund brauchst.

So wird der Modus weniger lästig

Der Fehler besteht darin, alles auszunehmen. Wenn zehn Apps die Akkuoptimierung ignorieren dürfen, kann der Energiesparmodus nicht mehr viel bewirken.

Lege Ausnahmen nur für Apps fest, die wirklich im Hintergrund weiterarbeiten müssen. Messenger, VPNs, medizinische Apps, Sicherheits-Apps, Arbeits-Chats und Gesundheits-Tracking können eine Ausnahme verdienen. Soziale Netzwerke, Shopping-Apps, Spiele und Empfehlungen von Streaming-Apps normalerweise nicht.

Auf Pixel kannst du die jeweilige App unter Einstellungen > Apps > Alle Apps anzeigen > Akkunutzung der App prüfen und dort die Hintergrundnutzung anpassen. Auf Samsung findest du relevante Optionen unter Grenzen der Hintergrundnutzung, Apps im Standby, Apps in tiefem Standby und Apps nie automatisch in Stand-by.

Bei Samsung kannst du den Energiesparmodus oft aktiviert lassen und nur die störendsten Einschränkungen abschalten, etwa eine starke CPU-Begrenzung oder die Helligkeitsreduzierung. Lass die Einschränkung des Always On Display aktiv, wenn die Akkulaufzeit Vorrang hat. AOD ist bequem, aber nicht lebensnotwendig.

Standardmodus oder Notfallmodus

Der normale Energiesparmodus ist für den alltäglichen Betrieb mit geringerem Energieverbrauch gedacht. Du kannst das Smartphone weitgehend normal weiterverwenden.

Der Extrem-Energiesparmodus auf Pixel, Apps und Startbildschirm begrenzen bei Samsung und Ultra Battery Saver auf Xiaomi-ähnlichen Android-Oberflächen sind Notfallvarianten. Sie pausieren oder verbergen die meisten Apps und beschränken das Smartphone auf das Wesentliche. Das ist ideal, wenn Anrufe, Nachrichten, Karten und einige ausgewählte Apps mit sehr wenig Restladung noch mehrere Stunden funktionieren sollen.

Vergisst du, dass der Modus aktiv ist, macht er dagegen keinen Spaß.

Energiespar-Apps von Drittanbietern

Die meisten Energiespar-Apps von Drittanbietern lohnen sich nicht. Android steuert die Ausführung im Hintergrund bereits streng, und irgendeine App kann die Physik eines Akkus nicht überlisten.

Für fortgeschrittene Nutzer gibt es Ausnahmen. SaverTuner auf F-Droid macht verborgene Android-Einstellungen für den Energiesparmodus zugänglich und benötigt WRITE_SECURE_SETTINGS, was normalerweise über ADB erteilt wird. Das ist ein echtes Werkzeug, aber keine beiläufige Empfehlung. Wenn du nicht bereits weißt, warum du diese Einstellungen brauchst, bleib beim integrierten Energiesparmodus.

Häufige Fragen

Der Energiesparmodus schädigt die Leistung nicht dauerhaft. Er reduziert den Energieverbrauch vorübergehend. Schaltest du ihn aus, verhält sich das Smartphone wieder normal.

Ihn ständig eingeschaltet zu lassen, schadet der Hardware nicht. Das Smartphone kann sich dadurch aber unnötig schlechter anfühlen. Verzögerte Synchronisierung, weniger Hintergrundaktualisierungen und eine geringere Reaktionsgeschwindigkeit sind an einem langen Tag ohne Steckdose in Ordnung. Direkt neben einem Ladegerät bringen sie nichts.

Wenn sich der Akku trotz aktiviertem Energiesparmodus schnell entlädt, liegt das Problem wahrscheinlich woanders. Schwacher Mobilfunkempfang, ein verschlissener Akku, eine außer Kontrolle geratene App, die Indizierung nach einem Update oder ein heiß laufendes Smartphone können die Einsparungen überwiegen.

Quellen

  1. Google Android Help: Get the most life from your Android device's battery
  2. Google Pixel Help: Get the most life from your Pixel phone battery

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